Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht der Grundschule aus der Sicht von Lehrkräften
- Diese Arbeit beschäftigt sich mit Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht der Grundschule aus der Sicht von Lehrkräften. Dabei liegt der Fokus auf dem Englischunterricht. Es wurden leitfadengestützte Expert:innen-Interviews mit acht Englischlehrkräften der Grundschule geführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Ausgehend von den ersten drei Forschungsfragen wurdeDiese Arbeit beschäftigt sich mit Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht der Grundschule aus der Sicht von Lehrkräften. Dabei liegt der Fokus auf dem Englischunterricht. Es wurden leitfadengestützte Expert:innen-Interviews mit acht Englischlehrkräften der Grundschule geführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Ausgehend von den ersten drei Forschungsfragen wurde analysiert, wie die Englischlehrkräfte hinsichtlich des Einsprachigkeitsprinzips sozialisiert sind, wie sie der Einsprachigkeit gegenüber eingestellt sind und inwiefern sie das Einsprachigkeitsprinzip im Unterricht umsetzen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Sozialisation, Einstellungen und Umsetzung einander beeinflussen, allerdings lässt das Forschungsdesign keine kausalen Schlussfolgerungen zu. Sozialisatorische und biografische Aspekte, die möglicherweise die Einstellungen zur Einsprachigkeit sowie den Einsatz der Zielsprache Englisch im Unterricht beeinflussen, sind u. a., ob das Fach Englisch studiert wurde, die Berufserfahrung bzw. zeitliche Nähe zur Lehrkräfteausbildung, die Sprachpraxis, z. B. durch Bezugspunkte zu englischsprachigen Ländern oder Menschen, der Spaß am Englischsprechen und -unterrichten und das sprachenbezogene Selbstkonzept. Hinsichtlich der Einstellungen zum Einsprachigkeitsprinzip wird deutlich, dass alle der interviewten Englischlehrkräfte Einsprachigkeit grundsätzlich wichtig finden. Allerdings variiert hier, für wie wichtig und auch für wie umsetzbar die Lehrpersonen einsprachigen Unterricht halten. Der Einsatz der Zielsprache Englisch im Unterricht ist je nach Lehrperson sehr unterschiedlich. Nach Angaben der interviewten Englischlehrkräfte liegt ihr Englischanteil zwischen 50 Prozent und 100 Prozent. Außerdem gibt es bestimmte Situationen, in denen öfter auf Deutsch zurückgegriffen wird als in anderen. Forschungsfrage 4 widmet sich dem Vergleich von Englisch- und Französischlehrkräften. Hierzu wurden Interviewdaten von Chiara Schlaug genutzt, die sechs Französischlehrkräfte der Grundschule interviewte. Der Vergleich ergibt, dass die interviewten Französischlehrkräfte in ihren Einstellungen und ihrer Unterrichtspraxis den interviewten Englischlehrkräften ähneln. Es ergeben sich nur wenige deutliche Unterschiede: Die Französischlehrkräfte sprechen nach eigenen Angaben im Durchschnitt ein bisschen mehr in der Zielsprache als ihre Englischkolleginnen. Anders als die Englischlehrkräfte sind sie oft gezwungen, die Sinnhaftigkeit des Fachs Französisch zu rechtfertigen. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die Französischlehrkräfte Deutsch u. a. dann sprechen, wenn es darum geht, über die französische Sprache zu reflektieren oder den Lernstand der Kinder zu ermitteln. Die interindividuellen Unterschiede innerhalb der beiden Gruppen sind jedoch größer als die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen im Vergleich.…


- This study examines the monolingual approach in foreign language teaching in primary schools from the teachers’ perspective. The focus is on English language teaching. Semi-structured expert interviews were conducted with eight primary school English teachers, and the data was analysed using qualitative content analysis. Based on the first three research questions, the study analysed how theThis study examines the monolingual approach in foreign language teaching in primary schools from the teachers’ perspective. The focus is on English language teaching. Semi-structured expert interviews were conducted with eight primary school English teachers, and the data was analysed using qualitative content analysis. Based on the first three research questions, the study analysed how the English teachers have been socialised with regard to the monolingual approach, what their attitudes towards the monolingual approach are, and to what extent they implement the monolingual approach in their teaching. The results suggest that socialisation, attitudes and implementation influence one another; however, the research design does not allow for causal conclusions. Socialisation and biographical aspects that may influence attitudes towards the monolingual approach and the use of English as the target language in the classroom include, amongst others, the following: Did the teachers study English at university level? How much professional experience do they have, and how long ago did they finish their teacher training? Do they regularly practise the language, e.g. through connections to English-speaking countries or people? Do they enjoy speaking and teaching English? What is their language-related self-concept? With regard to attitudes towards the monolingual approach, it is clear that all the English teachers interviewed consider the monolingual approach to be important. However, attitudes vary as to how important and how feasible teachers consider monolingual teaching to be. The use of English as the target language in the classroom varies greatly depending on the teacher. According to the English teachers interviewed, the proportion of English in their lessons ranges from 50 per cent to 100 per cent. Furthermore, there are certain situations in which German is used more frequently than in others. Research question 4 focuses on a comparison between English and French teachers. For this purpose, interview data from Chiara Schlaug was used, who interviewed six primary school French teachers. The comparison reveals that the French teachers interviewed are similar to the English teachers interviewed in terms of their attitudes and teaching practice. There are only a few clear differences: according to their own accounts, the French teachers speak the target language slightly more on average than their English colleagues. Unlike the English teachers, they are often forced to justify the relevance of French as a school subject. Another difference is that the French teachers speak German, amongst other things, when reflecting on the French language or assessing the children’s level of learning. However, the inter-individual differences within the two groups are greater than the differences between the two groups when compared.
(Übersetzt mit DeepL, kostenlose Version, und anschließend überarbeitet)…


| Author: | Anika Greiß |
|---|---|
| Publishing Institution: | Pädagogische Hochschule Heidelberg |
| Granting Institution: | Pädagogische Hochschule Heidelberg, Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften (Fak. II) |
| Date of final exam: | 2025/10/07 |
| DDC classes: | 300 Sozialwissenschaften / 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen |
| Tag: | Expert:innen-Interviews; Fremdsprachenunterricht |
| GND Keyword: | Einsprachigkeit; Englischunterricht; Französichunterricht; Grundschule; Zielsprache |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Subtitle (German): | Sozialisation, Einstellungen, Umsetzung und sprachenübergreifende Perspektiven |
| URN: | urn:nbn:de:bsz:he76-opus4-17837 |
| DOI: | https://doi.org/10.60497/opus-1783 |
| Advisor: | Katja Schwemmer |
| Year of Completion: | 2026 |
| Release Date: | 2026/06/15 |
| Page Number: | 213 |
| Institutes: | Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften (Fak. II) |
| hasSourceSWB: | withoutPPN |
| Licence (German): | Creative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International |

